Das Projekt „Zeitzeugeninterviews / Dauerausstellung“

Die geplante Dauerausstellung soll auf der Grundlage von BStU-Akten und der gerade abgeschlossenen 20 Zeitzeugeninterviews entstehen und im Mai 2022 fertig sein.
Die Video-Gespräche wurden ebenfalls bereits verschriftlicht. Sie geben im Rahmen der Ausstellung Aufschluss über die Einzelschicksale der ehemaligen Häftlinge, deren Haftbedingungen und die Geschichte des Hafthauses. Gleichzeitig lassen sie den Blick auf die Verzahnung der Haftanstalt mit der Geschichte der Stadt Neustrelitz zu. Darüber hinaus werden sie zur Rekonstruktion einer Zelle in den Bedingungen der 1970er Jahre (1972 wurden in den Zellen Toilettenbecken eingebaut, die noch heute dort vorhanden sind) herangezogen.

Neben der Nutzung der neugewonnen Daten für den Aufbau der Dauerausstellung werden die Zeitzeugeninterviews darüber hinaus auch nach der Förderdauer als Informationsquelle für:

  • die weitere pädagogisch und didaktische Vereinsarbeit,

  • spezielle Bildungsprojekte mit Schülern

  • die Führungen im ehemaligen Hafthaus,

  • den Internetauftritt des Vereins,

  • Veranstaltungen für interessierte Besucher

zur Verfügung stehen. Grundsätzlich sollen die gefilmten Gespräche auch dritten Nutzern wie Studenten, Forschenden oder Medienvertretern zugänglich gemacht werden. Die Schicksale der früheren Häftlinge müssen als wichtige Zeitdokumente der Nachwelt erhalten bleiben, um auch den nachgeborenen Generationen die Auseinandersetzung mit Diktatur und Repression zu ermöglichen. Dafür sind wir jederzeit an weiteren Zeitzeugen und Gesprächen mit ihnen interessiert – bitte melden Sie sich gerne bei uns!

Umsetzung der Ausstellung

Derzeit läuft die Erarbeitung der Dauerausstellung mit Hochdruck, bei der aus den zusammengetragenen Informationen die Ausstellungstexte erarbeitet werden. Die Projektsteuerung übernimmt der Vereinsvorstand ehrenamtlich.